Grundwissen über Kieselerde, Kohlenhydrate, Kondition, Kosmetika, Kosmetikwerbung und Krampfadern

 

Grundwissen über Kieselerde, Kohlenhydrate, Kondition, Kosmetika, Kosmetikwerbung und Krampfadern

Kieselerde

Nach neuester Expertenmeinung sind Nahrungszusätze aus Kieselerde wahrscheinlich nicht nur völlig nutzlos, sondern können unter Umständen gefährlich sein. Zurzeit belegt keine seriöse Studie deren Nutzen. Es wird inzwischen von mehreren Landesbehörden erwogen der Verkauf von Kieselerdeprodukte ganz zu unterbinden. Grund: Kieselerde enthält wie normaler Sand bis zu 90 Prozent kristallines Silizium. Fein gemahlenes Silizium gilt als Giftstoff! Da jedermann beim Essen auch atmet, besteht die Gefahr von Lungentumoren. Längerer Verbrauch fördert möglicherweise die Entstehung von Nierensteinen. Fazit: Solange der Verdacht einer Gesundheitsgefährdung weder bestätigt, noch widerlegt ist, sollte man diese Produkte nicht verwenden.

Kohlenhydrate

Eine kohlenhydratbetonte Ernährung führt zur Verfettung, da sie viel Zucker enthält. Bei einem Überangebot von Zucker, wandelt der Körper ihn zu Fett um und lagert diesen ein. Für diesen Vorrang muss der Körper Insulin produzieren. Müssen die Zellen der Bauchspeicheldrüse verstärkt Insulin produzieren, können sie erlahmen und es kann zu Diabetes kommen.

Wer sich gesund ernährt, nimmt in der Regel über seine Nahrung genügend Ballaststoffe zu sich. Sie sorgen für eine intakte Darmflora, verhindern den Blutzuckeranstieg und halten den glykämischen Index insgesamt niedrig. Obst, Gemüse und Vollkornbrot besitzen einen niedrigen glykämischen Index. Süssigkeiten, Kartoffeln, Reis und Weizenmehl dagegen haben einen schädlich hohen glykämischen Index. Der Glykämische Index gibt in Zahlen die blutzuckersteigernde Wirkung der Kohlenhydrate bzw. der Lebensmittel an.

Kondition

Durch viele Modesportarten soll man bei relativ geringer körperlicher Belastung eine Steigerung seiner Kondition erreichen. Z.B. beim Nordic Walking. Forscher der Universität Saarbrücken haben herausgefunden, dass man für seine Kondition schon etwas mehr tun muss. Niedrigintensives Training beugt zwar Herzproblemen vor, aber steigert auf keinen Fall die Kondition. Da muss man schon einen Zahn zulegen, das heißt, die Herzfrequenz beim Laufen soll etwa 220 minus Alter, beim Radfahren bei etwa 200 minus Alter liegen.

Kosmetika

Wer Kosmetikprodukte benutzt, sollte sich im Klaren sein, dass diese, ob herkömmliche oder Naturprodukte, Chemikalien enthalten. Von vielen gesetzlich für Kosmetika zugelassenen Chemikalien gelten dem amerikanischen Institut für Arbeitssicherheit nach 884 Chemikalien als toxische, somit giftige Substanzen. Nachdenklich macht, dass nur 40 Prozent der Kosmetikhersteller bei den zuständigen Ämtern eingetragen sind. Nur ganz wenige Herstellen machen Sicherheitstest und veröffentlichen diese. Im Jahr 2000 wurden 47.800 Schädigungen durch Kosmetika gemeldet, die behandelt werden mussten. Die Dunkelziffer, oder Anwender, die gewisse Schädigungen als unangenehme Nebenwirkung einschätzten, mag noch viel höher liegen. Sogar in Babyprodukten befanden sich Vorläufer von Formaldehyd. Da die Haut durch die Poren und ihrer Struktur doch sehr durchlässig für krebserregende Stoffe ist, sollte man sich immer für Produkte mit den wenigsten Inhaltsstoffen entscheiden.

Kosmetikwerbung

Während früher ein Produkt ehrenwert zu einem bestimmten Zweck entwickelt wurde, wird heute zuerst eine Illusion verkauft und daraufhin ein Produkt mit ansprechender Verpackung entwickelt. Sogenannte ”Trendscouts” aus Marketingabteilungen stöbern im Internet in Beauty-Foren und bewerten das, was besonders gelobt wird und dabei ist, Trend zu werden. Ein sehr gutes Beispiel unserer naturorientierten Zeit sind Produkte mit Aloe Vera. Ganz schnell wird eine Creme zusammen gerührt, mit einem Tröpfchen Aloe Vera auf Wunsch des Marketings veredelt, und schon ist das Produkt fertig! Übrigens ist das Öl der Aloe Vera stark filmbildend, mit negativen Eigenschaften für die Haut! Es stellt sich nun die Frage, ob man wirklich alles benötigt, was einem als unverzichtbar gehirnwäscheartig eingebläut wird. Auf jeden Fall befinden sich in jedem Produkt auch Chemikalien, allein um es haltbar und gut riechend zu machen.

Krampfadern

Ausschließlich wegen der genetisch vererbten Bindegewebsschwäche resultiert das Venenleiden in Form von Krampfadern. Eine Verödung von sichtbaren Krampfadern ist nicht sehr erfolgversprechend. Bei einer weiteren Möglichkeit, der sogenannten Chiva- Methode, werden die betroffenen Venen nur punktweise unterbunden. Hierüber liegen Langzeitergebnisse vor, allerdings mit widersprüchlichen Ergebnissen. Nachhaltige Ergebnisse werden mit dem klassischen Venenstripping erzielt, im dem die Stammvene operativ entfernt wird. Die dazu nötige Durchführung geschieht mit Vereisung, Infrarot und Lasersonde.